Skandi mal anders: 3 neue Trends für nordisches Wohnen

29. März, 2017 | 13:37
Skandi mal anders: Neue Trends - Lifestyle4Living

Zeitlos ist ein Stil dann, wenn er sich immer wieder neu erfindet – und somit nie langweilig wird. Auf den Skandi Look trifft das auf jeden Fall zu. Längst hat sich der nordische Chic vom Trend zum Dauerbrenner gemausert. Schon seit mehr als 60 Jahren schmückt Design nach schwedischem, norwegischem oder dänischem Vorbild die deutschen Wohnungen. Und doch gibt es immer wieder neue Möglichkeiten, den Stil zu interpretieren. Das sind drei der aktuellsten Trends für Skandi-Fans und alle, die es werden wollen.

Lagom: Gegenentwurf zum Kuschel-Trend

Cocooning und Homing haben in den letzten Jahren das heimelige Kuscheln zum Lebensgefühl erhoben. Flauschige Decken, weiche Teppiche, romantische Deko – und von allem darf es gerne ein bisschen mehr sein. Dagegen stellt sich das neue Skandi-Feeling aus Schweden: Lagom nennt sich der Trend, ausgesprochen wird es lar-gohm. Frei übersetzt heißt es so viel wie „Nicht zu viel, nicht zu wenig – genau richtig.“

Eines der Ziele von Lagom ist es, Verschwendung zu vermeiden und die Ressourcen zu schonen. Damit passt der Trend hervorragend zum nachhaltigen Lebensstil, den immer mehr Menschen für sich entdecken. Dementsprechend werden Deko-Elemente, Accessoires und Kerzen sehr sparsam eingesetzt. Für echte Hingucker setzen die Anhänger des Stils lieber auf ihre eigene Kreativität. Zum Kernstück einer Wohnung im Lagom-Stil gehört beispielsweise eine selbstgemachte Lampe. Am besten natürlich aus Recycling-Materialien, zum Beispiel alten Zeitungen.

Ruhige und neutrale Farben wie Creme, Taupe, warme Grautöne und Sand gehören zur Farbpalette, die Lagom so wohnlich macht. Insgesamt sollten Sie nicht zu viele Farbtöne mischen, sondern sich auf einige Schlüsselnuancen beschränken. Für den Aha-Effekt sorgen stattdessen außergewöhnliche Textilien mit einer besonderen Struktur, zum Beispiel groß gestrickte Teppiche. 

Mögliche Nuancen in der Farbpalette für den Lagom-Stil

Mögliche Nuancen in der Farbpalette für den Lagom-Stil

Japanordic: Fernost trifft Norden

Für Gourmets ist Fusion Cuisine schon lange ein Begriff. Die auf den ersten Blick oft ungewöhnlich anmutende Kombination verschiedener Landesküchen eröffnet ganz neue Geschmackswelten. Immer öfter gibt es Fusion nun auch in anderen Bereichen, etwa bei der Mode oder eben in der Einrichtung. Japanordic verknüpft den Skandi Stil mit Elementen aus der japanischen Einrichtung. Die beiden Stile passen hervorragend zusammen, da sie beide die Liebe zur Einfachheit teilen. 

Skandi Trend Japanordic - Motto Wabi-Sabi

Im Zentrum steht dabei das japanische Ästhetik-Motto „Wabi-Sabi“. Die Botschaft: „Beschränke alles auf das Wesentliche, aber entferne nicht die Poesie.“ Gemäß diesem Konzept kommen im Japanordic Stil nur sehr wenige Möbel zum Einsatz. Diese bestehen wie in der typischen Skandi-Einrichtung üblich aus hellem Holz, etwa Eiche oder Buche, oder sind weiß. Insgesamt nimmt der Stil von kräftigen Farben Abstand, es werden keine bunten Elemente eingesetzt. Für Spannung sorgen stattdessen die reizvollen Gegensätze zwischen Hell und Dunkel. Typisch und einer der wenigen erlaubten Farbtupfer sind die sogenannten Boro-Textilien in Indigoblau.

Ebenfalls ein Kernelement dieser Skandi-Variante ist der typisch japanische Raumtrenner, der mit Reispapier bespannt ist. Der sogenannte Shōji kann verschiedene Wohnbereiche voneinander trennen oder einfach als Design-Element dienen, indem er beispielsweise vor einer Wand aufgestellt wird.

Deko wird sparsam eingesetzt, ist aber dennoch ein wichtiger Bestandteil der Japanordic Einrichtung. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf fernöstlichen  Deko-Elementen wie Akzenttapeten, kleinen Teppichen und Keramik-Accessoires, insbesondere Keramikschalen im Asanoah-Design. Dieses beliebte geometrische Muster zeigt stilisierte Hanfblätter und wird häufig auch auf Textilien eingesetzt.

Minimalistische Blumenarrangements, sogenannte Ikebana, sind ebenfalls beliebte Deko-Elemente im Japanordic Stil. Hierbei werden wenige Pflanzen stilvoll in schlichten Gefäßen angeordnet. Häufig werden die Ikebanas auch farblich an Jahreszeiten oder Anlässe angepasst.

New Skandi: Grau ist das neue Weiß

Während der klassische skandinavische Look vor allem auf Weiß setzt, steht beim New Skandi ganz klar Grau im Vordergrund – und das in allen Schattierungen. Vor allem aber dunkle Grautöne dominieren die Neuinterpretation des klassischen Stils. Markant sind insbesondere die grau gestrichenen Wände, die ein zentrales Element darstellen.

 

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Auch die neutralen Farbtöne, die im klassischen Skandi bevorzugt werden, haben im New Skandi ausgedient: Stattdessen sind matte Farben angesagt. Pudrige Varianten von Blau, Grün und Pink setzen Akzente und harmonieren wunderbar mit den abwechslungsreichen Grautönen, die vor allem Wände, Polstermöbel und Wohntextilien auszeichnen.

Das ist aber nicht der einzige Bruch mit der Tradition: Skandi und Minimalismus gelten eigentlich als echtes Traumpaar. Im New Skandi ist damit Schluss. Maximalismus heißt der Gegenentwurf, der die typischen Naturmaterialien beispielsweise mit opulentem Samt kombiniert – etwa in Form eines Sofabezugs oder als Kissen. Statt Kupfer wird im New Skandi lieber Gold als Farbe für Metallelemente eingesetzt. Insgesamt gibt es von allem mehr: Mehr Deko und vor allem auch mehr Textur, zum Beispiel bei Teppichen, Tapeten und Wohntextilien.

 

Headerbild: ©iStock/g-stockstudio

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