Zusammenziehen mit dem Partner – so klappt es

28. April, 2017 | 11:46
So klappt das Zusammenziehen mit dem Partner - Tipps & Hinweise |- Lifestyle4Living

In jeder Beziehung bricht einmal die Zeit an, in der beide Partner überlegen, ob es nicht schöner und praktischer wäre, sich einen Haushalt zu teilen. Die Gründe für das Zusammenziehen können vielfältig sein. Einige Paare planen bereits eine Ehe oder erwarten ein gemeinsames Kind. Manchmal sind auch nur das ständige Vermissen, oder die lange Anreise um sich an den Wochenenden zu sehen, Auslöser der Entscheidung für eine gemeinsame Wohnung. Möchten Sie mit Ihrem Partner zusammenziehen, gibt es einige Dinge zu beachten. Wir verraten, wie die Zusammenlegung der Haushalte funktioniert.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für das Zusammenziehen gekommen?

Sie denken seit längerem über das Zusammenziehen nach, Ihr Partner ist jedoch noch skeptisch? Dann kann es sein, dass der richtige Zeitpunkt für den Umzug noch aussteht. Doch auch wenn beiden Partnern die Zeit reif scheint, sollte abgewogen werden, ob die gemeinsame Wohnung aktuell wirklich machbar ist. Die wichtigste Frage, die sich vor dem Zusammenziehen stellt ist: Wie gut kennen Sie Ihren Partner wirklich?

 

Beziehungen zerbrechen besonders dann schnell am Zusammenleben, wenn die beiden sich verbindenden Leben nicht aufeinander abstimmbar sind. Ist Ihr Partner ein Nachtmensch, Sie jedoch nicht, hat er oder sie ein nerviges Hobby oder liebt Haustiere, was Ihnen so gar nicht zusagt, ist der Streit vorprogrammiert. Und auch das Streiten selbst sollte bedacht werden. Können beide Partner sich schnell wieder vertragen und sich den Lebensraum trotz angespannter Stimmung teilen, klappt das Zusammenleben eher, als wenn beide in dieser Situation gern ihren Freiraum haben.

Neben banal scheinenden Alltagsmarotten muss natürlich auch im beruflichen Umfeld der Umzug machbar sein. Auch die Frage der Kosten einer größeren Wohnung mit neuer Einrichtung und Platz zum individuellen Leben, bei dem man sich nicht gegenseitig behindert, sollte gut durchdacht werden. Wie sind die Vorlieben? Muss es eine luxuriöse Wohnküche sein oder sind Sie beide Kochmuffel, denen eine Mini-Kochecke ausreicht? Soll das Bad einem edlen Hamam gleichen oder sind Sie mit einer kleinen Duschkabine zufrieden? Klären Sie solche Punkte vorab. So kann die gemeinsame Wohnung ein wunderbarer Ort werden, an den Sie nach Feierabend gern zurückkehren.

 

Doch die Planung muss von beiden Seiten erfolgen und zu Ende durchgesprochen werden. Entgegen der verbreiteten Meinung ist ein gemeinsamer Urlaub nur bedingt geeignet, um festzustellen, ob das Zusammenleben klappt. Der Grund: Alltagskonflikte treten hier seltener auf. Grundsätzlich ist die Stimmung im Urlaub meist entspannter und man sieht eher über Kleinigkeiten hinweg wie etwa herumliegende Socken oder darüber, dass der Partner sich immer vor dem Abwasch drückt.

Im Alltag führen aber genau solche Dinge am häufigsten zu Streit: Die Aufgabenverteilung im Haushalt ist laut einer Studie von Parship das größte Streitthema unter deutschen Paaren. Zudem fallen im Urlaub zusätzliche Belastungen, z.B. durch den Job, weg. Diese verschärfen Konfliktsituationen im Alltag jedoch. Besser ist ein „Zusammenleben auf Probe“ in einer der beiden Partnerwohnungen für einen festgelegten Zeitraum – sofern es die Umstände zulassen. Und das mit allen Pflichten und Aufgabenbereichen, die auch in einer gemeinsamen Wohnung anstehen werden.

Neues Leben zu zweit oder Einzug im bestehenden Haushalt?

Wichtig ist natürlich ebenso, ob Sie sich eine gemeinsame Wohnung in einer neuen Umgebung suchen und eventuell sogar einen neuen Freundeskreis zusammen aufbauen möchten, oder ein Partner zu dem anderen zieht. Das Zusammenziehen in der bestehenden Wohnwelt eines Partners bringt Vor- und Nachteile mit sich.

Zu den positiven Faktoren zählen:

  • ... bestehende Strukturen und Einrichtung, die individualisiert werden können.
  • ... ein etabliertes Umfeld. Einer von beiden kennt sich in der Nachbarschaft bereits aus.
  • ... einer der beiden Partner fühlt sich bereits heimisch, die Eingewöhnung entfällt für ihn.
  • ... die Kosten für neu anzuschaffende Möbel und Elektronik sind niedriger anzusetzen als bei einer neuen Wohnung.

Mögliche Komplikationen können sein:

  • ... dass eingefahrene Tagesstrukturen durch den neuen "Mitbewohner" aufgebrochen und gestört werden.
  • ... wenn jener Partner, dem die Wohnung gehörte, auf seine alte Einrichtung und Dekoration besteht.
  • ... das Gefühl, nur zu Gast in dem bestehenden Haushalt zu sein.
  • ... die Ordnungsliebe des einem passt nicht zu den Gewohnheiten des alten Haushaltes.

Das Beziehen einer neuen Wohnung bedeutet einen frischen Start für beide. Hier müssen jedoch Kompromisse in der Neugestaltung gemacht werden. Die Kosten sind anfangs deutlich höher, auch wenn beide einige Möbelstücke mitbringen.

So richten Sie die Wohnung gemeinsam ein

Die Gestaltung der neuen Wohnung sollten beide Partner gemeinsam übernehmen. Auch wenn Ihr Partner sagt, Sie hätten das Händchen für das Aussuchen praktischer und schöner Einrichtungsgegenstände und Textilien, wird er am Ende eigene Ideen einbringen wollen. Die Planung beginnt jedoch bereits beim Aussuchen der Immobilie. Da beide Partner Ihre Freiräume brauchen, sollte jeder einen Rückzugsort in der Wohnung erhalten. Arbeitet einer der Partner von daheim, ist ein zusätzliches Arbeitszimmer notwendig– oder zumindest eine separate Arbeitsecke. Hier müssen häufig Anforderungen und Budget aufeinander abgestimmt und evtl. Kompromisse gefunden werden.

Eine Farb- und Stilplanung der Wohnung im Ganzen beugt Streit bei der Renovierung vor. Sehen Sie sich verschiedene Wohnstile an und überlegen Sie gemeinsam, welcher Ihnen beiden zusagt. Vielseitig und meist für beide Geschlechter ansprechend ist der skandinavische Einrichtungsstil in seinen verschiedenen Ausführungen. Auch der Boyfriend-Stil ist für Männer wie Frauen gleichermaßen gemütlich.

Bedenken Sie, dass Sie nicht jedes Möbelstück behalten können. Haushaltsgeräte, Kleiderschränke und Couches werden oft nur einmal benötigt. Das Verhältnis, wer was einbringen darf, sollte ausgewogen sein. Auch eine komplette Neuausstattung kann sinnvoll sein. Die Dekoration sollte sich nach den Aufenthaltsorten beider Partner richten. Eine "Mädchenecke" oder eine „Männerhöhle“ sind völlig in Ordnung, sie sollten jedoch nicht das Wohnzimmer dominieren. Arbeitsplatz oder Hobbyecke sind demjenigen zur Einrichtung überlassen, der sie nutzt. Am Ende werden beide Partner Kompromisse machen müssen, doch für ein harmonisches Zusammenleben lohnt sich die Planung.

Headerbild: ©iStock/SolisImages

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